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Frank Castorf

* 17.07.1951

Frank Castorf, geboren 1951 in Ost-Berlin, studierte Theaterwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und begann seine Laufbahn 1976 als Dramaturg in Senftenberg. Nach ersten eigenen Inszenierungen wechselte er fünf Jahre später an das Theater Anklam, wo er als Oberspielleiter tätig war. Gemeinsam mit dem Bühnenbildner Hartmut Meyer und einer festen Gruppe von Schauspielern entstanden hier verschiedene Produktionen von Werken Shakespeares, Ibsens, Brechts und Heiner Müllers.

Ab 1986 inszenierte er an verschiedenen Theatern der DDR, seit 1989 dann auch in der Bundesrepublik Deutschland. So brachte er mit Goethes Clavigo und #Stella, Ibsens Ein Volksfeind, Shakespeares Hamlet und Lessings Miss Sara Sampson etliche Klassiker auf die Bühne, widmete sich z.B. aber auch Werken von Heiner Müller (Der Bau, Wolokolamsker Chaussee I–III ).

Von 1990 bis 1992 war Frank Castorf als Hausregisseur am Deutschen Theater Berlin engagiert, wo er u.a. die Uraufführung von Lothar Trolles Hermes in der Stadt inszenierte. Mit Beginn der Spielzeit 1992/93 übernimmt er die Intendanz der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, wo er seither über 20 Produktionen erarbeitet hat.

1994 wurde er mit dem Fritz-Kortner-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erhielt er gemeinsam mit dem Schauspieler Henry Hübchen den Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung und eine Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis, 2002 den Schillerpreis der Stadt Mannheim. 2003 wurde er mit dem Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI) und dem Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost ausgezeichnet. Die Zeitschrift Theater heute wählte Castorf in den Jahren 2002 und 2003 zum »Regisseur des Jahres«.

www.volksbuehne-berlin.de

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