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Perceval, Luk; Irmer, Thomas (Hrsg.)

Luk Perceval. Theater und Ritual

256 Seiten
Alexander Verlag Berlin
gebunden, zahlr. Abb., incl. einer DVD, die 60 Minuten Ausschnitte aus Inszenierungen Percevals zeigt
ISBN: 978-3-89581-116-6

29.90 €



mehr zu Luk Perceval (Autor)
mehr zu Thomas Irmer

Das Buch beschreibt das Theater des belgischen Regisseurs Luk Perceval von den Anfängen bis heute. Es enthält wichtige Dokumente seiner Arbeit, Gespräche mit engen Mitarbeitern und anderen Regisseuren sowie einen Essay über seine Theaterkunst. In eigenen Texten, die erstmals auf deutsch veröffentlicht werden, reflektiert Perceval über seine Theaterarbeit und -auffassung.

Das Buch enthält Texte und Gespräche von und mit Luk Perceval, Hans van Dam, Els Dottermans, Frank Baumbauer, Katrin Brack, Marius von Mayenburg, Mark van Denesse, Thomas Thieme, Thomas Ostermeier und Thomas Irmer.

Eine dem Band beiliegende DVD beinhaltet auf einer Länge von ca. 60 Minuten von Perceval selbst gefilmte Ausschnitte aus seinen Inszenierungen Andromache, Täter, Onkel Wanja und Traum im Herbst.


PRESSESTIMMEN

»Es gibt wenige Regisseure, die gerne Auskunft über die Geheimnisse ihrer Arbeit geben, noch weniger Regisseure allerdings, deren Bekenntnisse auch noch den Rang einer Analyse erreichen. Luk Perceval ist dazu, so zeigt Thomas Irmers Buch, nicht nur bereit, er ist zudem ein hochintelligenter Theatermann, zu dessen Arbeit die Durchdringung der eigenen Methode maßgeblich gehört. Bestes Beispiel sind die "Accidenten/Katastrophen", eine Art ästhetischer Selbstvergewisserung, Ausschnitte daraus bilden die eine Stütze von Thomas Irmers spannenden Buch. Die andere besteht aus einem langen Gespräch mit dem Regisseur. Er dekliniert seine Säulenheiligen von Kantor bis Grotowski durch und erläutert seine Sehnsucht nach einem Theater des Rituals; sein aus den jeweiligen Vorlagen entwickelter Stilpluralismus kommt genauso zur Sprache wie seine Arbeit mit den Schauspielern oder seine Aversion gegen jede Form des Illusionismus auf der Bühne. Allein in diesem Gespräch erhält der Leser nahezu alle Stichworte, die ihm die Arbeit dieses Regisseurs näher bringen können. (...) Mitunter entsteht der Eindruck, das Buch vollziehe in den intensiven Gesprächen mit dem Regisseur, aber auch mit den Schauspielern Els Dottermanns und Thomas Thieme oder der Bühnenbildnerin Katrin Brack genau die Intensität und Dichte nach, die Perceval selbst für seine Theaterarbeit reklamiert - und die letztlich vor allem auf eines Lust macht: endlich wieder eine Inszenierung von Luk Perceval zu sehen.«
Hans Christoph Zimmermann, Theater der Zeit, (11/05)

»Der belgische Regisseur Luk Perceval ist ein Extremist im Styling, im Formalen sowie im Inhaltlichen, im dramatischen Zuspitzen von Konflikten. Das polarisiert. Ist stets, im Schlimmen wie Schönen, eine Zumutung. Jetzt liegt erstmals ein Kompendium vor, das Inneneinsichten gibt in den Kopf des notorischen Hutträgers: Im Blickpunkt steht eine derart scharf polemische Selbstbefragung, daß einem der Hut hochgeht.«
Reinhard Wengierek, Die Welt, (12/05)

»Auf rund 250 Seiten wird kein typisches Porträt geliefert, auch kein theaterwissenschaftlicher Diskurs, sondern eine Art Skizzenbuch, angereichert mit Zeichnungen und Fotos, das vielfältige Einblicke in Luk Percevals außergewöhnliche Theaterarbeit gewährt. (...) Ein von dem Regisseur geführtes Probentagebuch dokumentiert darin das Suchen, Scheitern und Entdecken im Spiel, zeigt, was das Spannende und Lebendige an der Theaterarbeit sein kann, wenn man den Mut hat, sich immer wieder in Frage zu stellen und neugierig auf Neues zu bleiben. (...) Eine beigepackte DVD zeigt schließlich Ausschnitte aus Percevals Inszenierungen. So lässt sich eindrucksvoll auch die Entwicklung in der Arbeit Percevals nachvollziehen. Und während uns das Buch die Liebe des Regisseurs zum Theater vermittelt, bekommnen wir mit dieser Lektüre gleichzeitig die Gelegenheit, das Urwesen des Theaters wieder zu entdecken.«
Wolf Eismann, Deutschlandradio Kultur, (14.02.2006)




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