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Fauser, Jörg

Rohstoff
Roman. Herausgegeben von Alexander Wewerka

327 Seiten
Alexander Verlag Berlin
4. Auflage 2008, mit Schutzumschlag. Jörg-Fauser-Edition Band II. Mit einem Nachwort von Benjamin von Stuckrad-Barre, einem Gespräch mit der Lektorin Hanna Siehr und einem Gespräch zwischen Jörg Fauser und Hellmuth Karasek
ISBN: 978-3-89581-114-2

19.90 €



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PDFLeseprobe Jörg Fauser Rohstoff
Benjamin von Stuckrad-Barre liest aus Jörg Fausers autobiographischem Roman

Jörg Fauser als Beobachter seines Lebens und seiner Zeit: Junkie in Istanbul, 1968 Kommunarde in Berlin, Hausbesetzer in Frankfurt. Das autobiographische Zeugnis, in dessen Mittelpunkt Fausers Alter ego Harry Gelb steht, ist drastische Lebensbeschreibung, rasantes Zeitdokument der sechziger und siebziger Jahre - und die Geschichte von einem, der auszog, um Schriftsteller zu werden.

»Fauser schert sich einen Dreck um literarische Konventionen, die Genres verschmelzen – Krimi, Tagebuch, Roman, Märchen –, und so wird alles eins, ein großartiges Buch nämlich.«
Benjamin von Stuckrad-Barre im Nachwort

» Rohstoff ist noch immer ein Buch, das jeden faulen Welt, -Seelen- und Ehefrieden stört.«
Wiglaf Droste


PRESSESTIMMEN

»Roher Stoff, unbehauen, unverstellt, echt. Leben ist Erleben. Leben ist Schreiben. Wann vorher, wann nachher hat ein Schriftsteller eine ähnlich euphorische Wirklichkeits-, eine ähnlich existentielle Schreibposition vertreten? Jörg Fauser war vierzig Jahre alt, als sein autobiographischer Roman Rohstoff erschien. Drei Jahre später war er tot. Gut, daß er es vorher aufgeschrieben hat, sein Leben, in diesem großen Buch über sein Alter ego, Harry Gelb. Alles selbst erlebt, selbst gelebt, den unendlichen Drogenrausch am Bosporus, die Selbstheilung nach Burroughs' Vorbild mit der Antidroge Apomorphin. Und die Reise dann zurück nach Frankfurt, ins ›Milieu‹, in die Heimat. (…) Das Leben als Anarchist in den Kommunen von Berlin. Und der Haß, der Haß auf das Kultur-Establishment, die ganze lebensverdrängende, wirkliche westdeutsche Gegenwart von 1968: Dieser deutsche Brei, diese klebrige Soße schmeckte so schlecht, weil sie zubereitet war aus den Rückständen politischer Krankheiten, aus den überlebten Doktrinen des Jahrhunderts, und angereichert mit den politischen Modebegriffen der jeweiligen Saison.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die wirkungsvollsten deutschen Bücher der letzten 20 Jahre

»Es war ein Gegenwartshunger, der Fauser antrieb, sein Thema war dieses Deutschland, war diese BDR, die er mit einer Genauigkeit schilderte, die der Reporter gelernt hat. Rohstoff ist sein bestes, sein bleibendes Buch.«
Die Zeit

» Rohstoff ist Fausers bester Roman. Das autobiografische Zeugnis, in dessen Mittelpunkt Fausers Alter Ego Harry Gelb steckt, ist Zeitdokument, drastische Lebensbeschreibung und ein Porträt der Underdogs der sechziger und siebziger Jahre.«
Wolfgang Paterno, PROFIL

»In kurzen Kapiteln skizziert Fauser die irrlichternde Karriere eines Antihelden, der überall auf der Schwelle stehen bleibt und nicht eintritt in die geregelten Systeme der Arbeitswelt oder der Kulturszene. Seine Zeitkritik äussert Fauser nicht als überlegener Diagnostiker, sondern kleidet sie in messerscharf beobachtete, oft liebevoll ironisierte Milieuschilderungen – die Verhältnisse in den zimmerpflanzenbestückten Büros der Bundesbank ebenso wie jene im verrauchten Halbdämmer der Stammkneipe«.
Regula Fuchs, Der Bund


Zu Rohstoff gibt es auch einen Film:

Rohstoff. Der Schriftsteller Jörg Fauser. Ein Dokumentarfilm von Christoph Rüter (3SAT)
Der Berliner Filmemacher Christoph Rüter besucht mit dem Schriftsteller Franz Dobler Jörg Fausers Mutter Maria, den Freund und Verleger Carl Weissner und den "deutschen Krimipapst" Martin Compart. Außerdem begleitet er Wiglaf Droste, Benjamin von Stuckrad-Barre und Franz Dobler auf ihrer Lesereise 2004 mit Fauser-Texten. (Mit Gabriele Fauser, Maria Fauser, Werner Mathes, Jürgen Ploog, Achim Reichel, Charles Schumann u.a.)




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