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Pollesch, René

Wohnfront 2001-2002
Herausgegeben von Bettina Masuch / Volksbühne Berlin

248 Seiten
Alexander Verlag Berlin
Broschur
ISBN: 978-3-89581-078-7

9.90 €



mehr zu René Pollesch (Autor)
mehr zu Bettina Masuch (Herausgeber)

Der Band enthält die Originaltexte zu den drei Prater-Inszenierungen von René Pollesch – wegen Theoriegehalt und Erkenntnisfülle der Texte wünschens- und lesenswert. Stadt als Beute, Insourcing des Zuhause. Menschen in Scheißhotels und Sex nach Mae West beschäftigen sich ernsthaft, witzig und problemnah mit dem Verhältnis von Alltagsleben und neuer Ökonomie und nähern sich dem Prater-Thema: »schöner wohnen in der illegalität bzw. jenseits des grundgesetzes.«

Stadt als Beute kreist darum, wie die Umnutzung überschüssiger Stadtareale und ihre Aktivierung als profitträchtige Immobilie auf den menschlichen Organismus angewendet werden können.
Das Stück wurde durch Regisseurin Irene von Alberti unter dem gleichen Titel verfilmt und erschien 2005 als DVD.

Insourcing des Zuhause. Menschen in Scheiß-Hotels basiert auf einer Vorlage von Renate Lorenz, Brigitta Kuster und Pauline Boudry, die sich in einem boarding-house oder Büro-Suite-Hotel einmieteten, das aufgrund des fließenden Übergangs zwischen Arbeiten und Wohnen attraktiv erscheint und mit zeitgemäßer Stadtentwicklung verknüpft wird.

Sex nach Mae West funktioniert die Wohnbühne Bert Neumanns nach Stadtraum und Hotel zum Bordell um, wo frei nach Mae West’s Farce Sex gefragt wird, was das überhaupt sein soll – abgesehen von heterosexuellen Zwangsvorstellungen.


PRESSESTIMMEN

»Pollesch-Stücke treten gern in Serien und Rudeln auf, und nicht immer muß man Teil eins kennen, um sich über Teil zwei diskutierend amüsieren zu können.«
Theater heute, (3/2002)

»Gesellschaftsporno: Was Sie schon immer über den neuen Kapitalismus wissen wollten, aber nie zu fragen wagten, kann auch René Pollesch nur in Ansätzen beantworten. Nur daß der Zwang zur permanenten Selbstvermarktung auffällige Verhaltens-muster auslösen kann, darf man anhand seiner Arbeitshypothesen zweifelsfrei vermuten.«
Peter Laudenbach, FAZ





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